Der Wintermeister Sirnach, der in den letzten Spielen durch einige Aussetzer auf den zweiten Platz gerutscht ist, war der nächste Gegner der Uzner. Während die Thurgauer in der Hinrunde das Spiel noch mehr im Griff hatten, starteten in diesem Aufeinandertreffen beide Mannschaften fulminant ins Spiel und schenkten sich wenig. Auf beiden Seiten gab es zeitweise Druckphasen, vor allem bei den Sirnachern, die den Uznern mit ihren schnellen Angreifern versuchten, Mühe zu bereiten. Jede Menge Torchancen konnten sie sich aber trotzdem nicht erspielen, den einzigen Schuss aus gefährlicher Position setzten sie knapp über die Latte.
Auch die Uzner kamen zuerst nur vereinzelt zu Chancen. Mit einem flachen Schuss aus rund 20 Metern prüfte Scherz den gegnerischen Torwart, der der Aufgabe aber gewachsen war. Kurz vor der Pause unterlief ihm aber ein böser Fehler, als er einen langen Ball eigentlich schon fing, ihn dann unter Bedrängnis von Batista de Lemos fallen liess und dem Führungstreffer nur noch hinterherschauen konnte.
Wie es in vergangenen Spielen schon oft der Fall war, dass man sich nach der Führung zurückzog und das Spiel aus den Händen verlor, ging es nach der Pause also darum, die Intensität hochzuhalten. Genau das schaffte man auch. Obwohl Sirnach noch ziemlich Dampf machte, gingen die Uzner konsequent in die Zweikämpfe und liessen wenig zu. Ansonsten war noch Torhüter Dinis Pereira zur Stelle, so, als er einen Schuss von der Strafraumlinie aus im unteren Eck parierte. Auf der Gegenseite erhöhte Schärer auf 2:0, als ihn eine Flanke von Batista de Lemos fand, er aufsprang und den Ball wie einst Ibrahimović zu seinen Bestzeiten per Volley verwandelte.
In den Schlussminuten verflachte auch die Aufholjagd der Sirnacher ein wenig. Während sie sich vermehrt auf die Leistung des Schiedsrichters oder das Verhalten der Zuschauer konzentrierten, liessen sich die Uzner nicht vom Weg abbringen und konnten noch einige gute Chancen kreieren. So Scherz, Kemp und Schärer, die leider aber alle am Torhüter scheiterten.
Mit diesem souveränen 2:0-Sieg können die Uzner an die gute Leistung gegen Wattwil-Bunt im vergangenen Spiel anknüpfen. Nach der Niederlage Aadorfs und Sirnachs sowie dem Unentschieden Wängis spitzt sich die Lage an der Tabellenspitze weiter zu. Mit 38 Punkten überholten die Uzner jetzt Aadorf und sitzen nur noch einen Punkt hinter Sirnach und vier hinter Wängi. Das nächste Spiel werden die Uzner am Samstag, dem 31. Mai, um 18:00 Uhr, zuhause gegen Aadorf bestreiten.




