Nachdem gestern Abend noch fleissig das Tanzbein geschwungen wurde, Schübligs vom Grill verdrückt wurden, Kreuzbänder ihre Belastungsgrenzen testen mussten und die Gartenbewässerung ein Eigenleben entwickelte, stand heute bereits wieder das nächste Training auf dem Programm.
Im Fokus: das Defensivspiel.
In den Kreisen 1 & 2 wurden wir konsequent ins Pressing gezwungen – zumindest theoretisch. Praktisch hatten einige eher ein WWE-Match im Kopf und ihre Aggressivität nicht ganz im Griff. Der eine oder andere Abflug konnte dabei übrigens nicht mehr aufs Bier geschoben werden.
Nach dem Training ging es wie gewohnt ins obligatorische Eisbaden, wo die Härte der einzelnen Spieler eindrücklich unter Beweis gestellt wurde – bei gewissen mehr, bei anderen … sagen wir mal ausbaufähig 😅
Für den Nachmittag wurde ein Spiel gegen unseren Tabellennachbarn FC Ebnat-Kappel angesetzt.
Am gemeinsamen obligaten Mittagstisch haben wir uns bewusst gestärkt. Die Devise „weniger ist mehr“ wurde dabei jedoch nicht umgesetzt und die Bäuche wurden vollgeschlagen.
Der Coach hatte beim Mittagessen stets den Überblick und sah, wie professionell sich der FC Ebnat-Kappel verpflegte … wenn das nur gut kommt.
Nun galt es ernst. Der Fokus lag voll und ganz auf dem hochkarätigen Ricken-Derby.
Das Spiel fand vor fünf Zuschauern auf Platz 3 statt. Somit war alles angerichtet.
Individuelle Fehler und einige Wildwest-Szenen besiegelten die Führung für den FC Ebnat-Kappel. Nach einer schönen Einzelaktion tankte sich Dieziger sen. durch und schloss gekonnt zum 1:1 ab.
In der zweiten Halbzeit war der FCU spielbestimmend und erarbeitete sich gute Chancen, welche jedoch erfolglos blieben.
Dieziger jun. machte die zwischenzeitliche Führung des FC Käppel wett und glich zum Endstand von 2:2 aus.
Die Strapazen der vergangenen Tage gingen nicht spurlos an unserem Team vorbei.
Die erfahrenen Spieler durften als Erste von einer Massage profitieren und sich anschliessend der 3. Halbzeit widmen.
Diese wurde sehr gut umgesetzt … bei einigen mehr, bei anderen weniger.
Verspätet, aber heilauf traf unser Teammanager, Staffmitglied, Co-Coach (keiner weiss genau was, aber alle lieben ihn) im Hotel ein. Kaum angekommen, wurde er direkt von einer Serie Streunerkatzen empfangen, die er jedoch dank seinem geschulten Schulterblick souverän abwehren konnte.
Nach dem köstlichen Nachtessen wurde dann kurz das Tanzbein geschwungen, als gäbe es kein Morgen. Wer nicht auf der Tanzfläche war, versuchte sein Glück bei einer Runde Skyjo oder zeigte sein Können beim FC26-Turnier.
Die grosse Überraschung: Unser Torhüter (31) entpuppte sich als absoluter Controller-Magier und liess die jüngere Generation teilweise alt aussehen. Während einige plötzlich doppelt sahen, präsentierten andere stolz ihre Muskelpakete und wieder andere zerlegten kurzerhand Gläser (Pat vermutlich noch leicht frustriert vom Testspiel). Für ein weiteres Highlight sorgte Aquaman (19), der den Flüssigkeitshaushalt etwas zu ernst nahm und anschliessend alle Anwesenden verbal herausforderte und gegen unser Küken (17) im FC26 über die Aussenspur gewann und einen Jubel auspackte aus Neymars besten Zeiten.
Gegen 01:00 Uhr meldete sich dann der türkische Nachbar und beklagte sich über den Lärm. Hoffen wir, dass unsere Schweizer Freunde im unteren Stock nicht ebenfalls aus dem Schlaf gerissen wurden. 😉
Bericht: Lindi und Philippe






