Die Uzner erwischten am Donnerstagabend im Derby gegen Rapperswil den deutlich besseren Start. Es schien, als wäre es nur eine Frage der Zeit bis der Führungstreffer fiel. Bereits früh kam es zu einer brenzligen Situation im Strafraum. Schärer legte sich den Ball im Getümmel des Strafraums auf den linken Fuss vor, wurde vor dem Abschluss aber von den Beinen geholt. Die Uzner verlangten einen Elfmeter, der Schiedsrichter entschied sich aber dagegen. Der Ball blieb aber im Spiel und mitten im Chaos erspielten sich die Uzner schon die nächste Chance. D. Dieziger schob den Ball auf Batista, der mit viel Platz zum Schuss kam, den Ball in das lange Eck schieben wollte, aber am Torhüter scheiterte, der mit dem Bein parierte.

Wenig später stand Batista wieder im Zentrum. Diesmal tankte er sich über den Flügel durch und führte den Ball der Grundlinie entlang zum Tor, lupfte den Ball auch am Torhüter vorbei, aber leider war der Winkel doch zu spitz und so verfehlte er das Tor knapp.

Zwei weitere gute Möglichkeiten ergaben sich für Schärer, der sich in ähnlichen Situationen jeweils Freiraum verschaffen konnte, in die Tiefe angespielt wurde, seine Abschlüsse jedoch jeweils über das Tor setzte.

Im Verlauf der ersten Halbzeit fand dann Rapperswil auch den Weg ins Spiel. Weiterhin ziemlich defensiv stehend, fingen sie aber an im Konter Angriffe zu lancieren. Schlussendlich auch mit Erfolg. Kurz vor der Pause konnte ihr Stürmer eine flache Hereingabe am ersten Pfosten reinspitzeln.

So lagen die Uzner zur Pause entgegen dem Spielverlauf hinten. Direkt nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel zuerst ein wenig, dann erhöhten die Uzner mit der Zeit aber das Tempo, die Gäste zogen sich wieder mehr und mehr zurück und überliessen den Uznern das Spielgeschehen. Mit der zweiten starken Druckphase schafften es die Uzner dieses Mal zum Torerfolg.  Nach einem Eckball, getreten durch Forrer, kam Schärer im Torraum frei zum Kopfball und netzte kaltblütig zum Ausgleich ein.

Nicht begnügt mit dem einen Punkt, steckten die Uzner in den Schlussminuten wieder viel in die Offensive, wurden dadurch aber hinten anfällig und mussten so im Gegenzug in der letzten Minute der Nachspielzeit noch den Gegentreffer hinnehmen. Wieder führte eine Flanke zum Gegentor, diesmal wurde am zweiten Pfosten ein Gegenspieler vergessen, der den Ball direkt verwerten konnte.

Aus diesem Spiel mit leeren Händen vom Platz zu gehen, ist natürlich sehr bitter. Unterm Strich bleibt jedoch eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Nach einem spielfreien Wochenende geht es erst am Samstag, dem 2. Mai, in Uzwil um 19:00 Uhr weiter.