Nach dem gelungenen Auftakt mit dem Derbysieg gegen den Aufstiegskandidaten Rapperswil machten sich die Uzner am Mittwochabend mit viel Selbstvertrauen auf die lange Fahrt ins rätoromanische Trun.
Doch zunächst fand man sich nicht wie gewünscht ins Spiel. Uznach hatte zu Beginn zwar mehr Ballbesitz, leistete sich jedoch immer wieder Fehler und kleine Unkonzentriertheiten. Bereits in der 7. Minute ging Trun/Rabius in Führung. Nach einem Foul in gefährlicher Position erhielten sie einen Freistoss zugesprochen, den sie sehenswert verwandelten.
Die Uzner liessen sich davon zunächst nicht beeindrucken und kamen in der 19. Minute zum Ausgleich. Bruno de Araujo zog vom linken Flügel in die Mitte und schloss ab. Der Torhüter wollte den Ball eigentlich ins Aus rollen lassen, verschätzte sich dabei jedoch und musste mitansehen, wie der Ball zum 1:1 über die Linie rollte.
Die Freude über den Ausgleich hielt allerdings nicht lange. Nur wenige Minuten später führte ein Fehler im Uzner Spielaufbau zum erneuten Rückstand. Trun/Rabius konnte den Ball nach einem Fehlpass direkt in Richtung Tor bringen und zum 2:1 abschliessen.
Gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Uzner wieder etwas besser ins Spiel und suchten den erneuten Ausgleich. Die beste Möglichkeit hatte Sebastian Kemp, der von Patrice Schärer in Szene gesetzt wurde und aus spitzem Winkel allein auf den Torhüter zulief. Kemp versuchte, diesen zu überlupfen, doch der Schlussmann bekam noch rechtzeitig eine Hand an den Ball.
Nach dem Seitenwechsel gelang es den Uznern jedoch nicht, die Abmachungen aus der Halbzeitpause umzusetzen und die nötige Dominanz aufzubauen, die man vor dem Spiel eigentlich erwartet hätte. Stattdessen schlichen sich erneut dieselben Fehler ein wie bereits in der ersten Halbzeit. Auch liess man sich immer wieder von der nickeligen Art des Gegners aus der Ruhe bringen und verlor zunehmend den Fokus auf das eigene Spiel. In der 52. Minute nutzten die Gastgeber einen weiteren Eigenfehler aus. Ein Klärungsversuch landete direkt beim Gegner, der aus der Distanz zum 3:1 traf.
Obwohl sich die Uzner bis zum Schluss noch bemüht zeigten, gelang es ihnen trotzdem nicht mehr, entscheidende Akzente zu setzen, und sie mussten noch mitansehen, wie die Gastgeber mit einem Konter auf 4:1 erhöhten.
Damit mussten sich die Uzner schlussendlich verdient geschlagen geben. Gleichzeitig zeigte die Partie, dass die Uzner durchaus in der Lage sind, solche Spiele zu gewinnen, wenn an den eigenen Schwächen gearbeitet wird.
Nun steht für die Uzner eine etwas längere Pause an. Das nächste Spiel wurde verschoben und findet am Mittwochabend, dem 2. September, statt. Dann empfangen die Uzner Bonaduz zuhause.




